74 - Ständig kritisierst Du! Ich halt's nicht mehr aus 🎙️💔
Shownotes
Meckern, Motzen, Kritisieren, Nörgeln: Hast du manchmal das Gefühl, dass euer Alltag nur noch aus einem Schlagabtausch von Vorwürfen besteht? Ein Kommentar hier, eine unterschwellige Bemerkung da – und plötzlich fühlst du dich wie im falschen Film? 🎬 Wenn bei dir oder deinem Partner ständig die „Kritik-Antennen“ ausgefahren sind, ist das nicht nur anstrengend, sondern frisst auf Dauer das Fundament eurer Liebe auf. 🏚️
In dieser Episode gehen wir der Dauerkritik an den Kragen! Wir beleuchten, warum wir eigentlich in diesen Modus verfallen und was hinter den ständigen Vorwürfen wirklich steckt. Spoiler: Oft ist es nicht böser Wille, sondern ein total ungeschickter Versuch, ein Bedürfnis mitzuteilen, das bisher einfach nicht gehört wurde. 🗣️❤️
Das erfährst du in dieser Episode:
✅ Warum wir den Partner kritisieren, obwohl wir uns eigentlich Nähe wünschen.
✅ Wie du den Teufelskreis aus Angriff und Verteidigung unterbrichst.
✅ Praktische Strategien, um Wünsche zu äußern, ohne dass der andere sofort dichtmacht.
✅ Wie ihr wieder in ein konstruktives Gespräch findet – statt euch gegenseitig zu zermürben. 🛠️
Eure Ehe muss kein Schlachtfeld sein! Investiere ein paar Minuten in eure Beziehung, hör rein und lerne, wie ihr aus der Negativ-Spirale aussteigt und wieder zueinander findet. Gemeinsam machen wir eure Verbindung wetterfest! ✨
Viel Spaß beim Anhören und Umsetzen!
Transkript anzeigen
00:00:00: Guck mal, achte mal drauf.
00:00:01: Wie viel bist du am Kritisieren den ganzen Tag?
00:00:05: Wie viele freundliche Bitten äußerst Du und Wünsche?
00:00:08: oder wie oft ist das so ein Befehlston, den da andere schon fast als Kritik empfinden lassen?
00:00:14: Heute wo man so schnell die Sachen reinrotzt in Social Media, WhatsApp, Messenger ... Da kann echt ganz schön viel schiefgehen!
00:00:22: Und dann wird vielleicht einen Satz der gar nicht böse gemeint ist auch schon als Kritick verstanden.
00:00:34: Alles,
00:00:35: was deine Ehe besser
00:00:36: macht.
00:00:39: Schatz, hast du jetzt endlich die Steuererklärung gemacht?
00:00:43: Ja ja ich bin noch nicht fertig aber ich bin dran!
00:00:46: Oh nee jetzt
00:00:47: echt?!
00:00:48: Man echt... Jetzt hast du das immer noch nicht gemacht oder so versprochen überschmachen und ein Rasen heißt auch nur nicht gemäht.
00:00:55: Jaa aber es war jetzt auch kein so gutes Wetter und wenn's zu nass ist dann funktioniert es auch mir.
00:01:00: Ja uns Auto muss zum TÜV sagen mal Kann man sich auf dich überhaupt nicht verlassen?
00:01:05: Ja, Szene in einer Ehe.
00:01:06: So läuft es bei Mocklers hoffentlich nicht!
00:01:10: Aber in manchen Ehen, dass man das Gefühl hat ständige Kritik immer wird man kritisiert.
00:01:17: Es ist nichts zum aushalten.
00:01:19: Darüber reden wir heute.
00:01:20: und damit herzlich willkommen zu Geliebtes Leben.
00:01:23: Alles was deine Ehe besser macht Zu unserer neuen Podcast Episode mit zu seinem Mokler, der Paartherapeutin und Marcos dem Journalisten.
00:01:33: Stimmt übrigens nicht dass es nie bei uns so läuft.
00:01:35: wir kritisieren einander auch und wir pieksen uns und tun uns da auch manchmal weh und wir predigen auch uns selbst wenn wir diesen Podcast halten oder über dieses Thema Kritik jetzt sprechen.
00:01:49: Der Kritik ist einfach ein Thema das in jeder paar Beziehung ein heißes Eisen
00:01:55: genau Und wir werden auch ganz praktische Dinge bringen, wie man aus dieser Kritik schleife.
00:02:01: Aus diesem, das ist ja eigentlich ein Teufelskreis fast rauskommt.
00:02:05: Wollen aber am Anfang lieber ein bisschen analysieren was steckt eigentlich dahinter?
00:02:10: Sind Leute nur böse?
00:02:12: Sind die Leute nur lieblos?
00:02:14: oder hat diese Dauerkritik vielleicht andere Ursachen?
00:02:18: Es gibt bestimmt böse und lieblose Leute Aber meistens ist die Ursache doch eine andere, oder?
00:02:26: Also ganz oft.
00:02:27: Wenn Menschen anfangen zu kritisieren, dann steckt da was anderes dahinter und wir nutzen da gern das Bild von einem Eisberg bei nem Eisberg ... Da siehst du vielleicht die oberen zehn Prozent.
00:02:40: aber neunzig Prozent sind unter der Oberfläche verborgen.
00:02:43: Und wenn jemand so am Kritisieren is wie ich es jetzt gerade vorher gezeigt hab zum Einstieg Und sind es die zehn Prozent oder das, was überkocht?
00:02:54: Aber drunter ist eine tiefe Unzufriedenheit.
00:02:58: Eine Kränkung ein Leid ... Was auch immer war unerfüllte Bedürfnisse stecken da dahinter.
00:03:06: Das finde ich ziemlich spannend weil man hört nur die Kritik und bei Kritik hat man immer das Gefühl Ich muss mich wehren, ich muss etwas dagegen setzen.
00:03:15: Spannend ist ja die Frage verstehe ich genau das, was unter der Oberfläche liegt.
00:03:22: Krieg ich ein Gespür dafür?
00:03:23: Ein Gefühl dafür?
00:03:24: Sie motzt mich jetzt zwar an aber da ist etwas anderes dahinter möglicherweise sogar was Berechtigtes und besonders Wichtiges.
00:03:33: Ja guck gerade zum Beispiel dieses Beispiel mit dem Steuererklärung wo du jetzt, wo ich dir Dinge zugeliefert habe und du hast gesagt Ich mache es fertig Ich verlässt mich auf dich.
00:03:45: Und ich ... fühl mich überhaupt nicht gesehen, wenn du das dann doch nicht machst!
00:03:51: Wenn ich's Gefühl hab', lässt mich jetzt
00:03:52: hängen.".
00:03:53: Das steckt also hinter dieser eher oberflächlichen Kritik oder hinter der deutlich sichtbaren Kritik steckt eigentlich mein tiefes Bedürfnis.
00:04:00: Ich will gesehen werden und wahrgenommen werden.
00:04:03: Ich habe auch einen Bedürftnis nach Sicherheit.
00:04:06: Dass du das erledigst, dass ich nicht gestraft werde?
00:04:09: Ja,
00:04:09: das stimmt.
00:04:10: Das ist lustig.
00:04:10: Es wird nämlich auf die anderen ... Punkte, die wir angesprochen hatten und ihr kennt viele mehr auch passen.
00:04:17: Also dieser Vorwurf war man schon rasend noch nicht gemäht ist ja auch so ein Bedürfnis gesehen zu werden.
00:04:22: Weißt du nicht wie wichtig mir das ist?
00:04:24: Das es bei uns schön im Garten aussieht dass es gepflegt aussieht, dass es beruhigender Anblick ist und kein nerviger Anblick.
00:04:32: Und das Thema Auto TÜV natürlich wieder derselbe.
00:04:35: ich brauche die Gewissheit dass unser Auto okay ist.
00:04:39: Deswegen erwarte ich von dir, da du dich ums Auto kümmerst diese TÜV-Anmeldung machst und wenn du es nicht machst habe ich das Gefühl meine Sicherheit ist dir egal.
00:04:50: also sind hier sehr ähnliche Motive wieder zusammenkommen.
00:04:53: Ich
00:04:53: kann mir vorstellen ein Mann der sich vielleicht wünsch Mit seiner Frau noch einen romantischen Abend zu haben, noch ein bisschen zu kuscheln.
00:05:01: Und sie ist aber so voll beschäftigt mit irgendwas und macht noch was am Computer oder kommt von ihrer Serie nicht weg oder bügelt noch.
00:05:09: Er sagt, musst du jetzt schon wieder so lange arbeiten?
00:05:13: Dann hört er die Kritik ... Es kritisiert auch noch das ich arbeite.
00:05:19: Aber was eigentlich dahintersteckt, ist gar nicht ... Er möchte sie nicht kritisieren.
00:05:23: Sondern er möchte sagen, ich hab so einen Bedürfnis nach Verbindung mit dir.
00:05:27: Ich möchte Zeit haben und mit dir noch bisschen Nähe erleben.
00:05:31: Bindung!
00:05:32: Und was ganz anderes wie das, was oben rausgeguckt hat aus dem Eisberg?
00:05:37: Ja,
00:05:38: sehr spannend.
00:05:39: Wenn wir das erkennen, dann kommen wir von einem Gedanken weg, die ist böse, gegen mich.
00:05:45: Die hat etwas gegen mich, sondern ... kommt eher dazu zu erkennen, woher das sind Bedürfnisse da.
00:05:50: Die sind offenbar im Moment völlig ungestillt oder viel zu wenig und ich will da mal hinhören.
00:05:58: Auch schauen natürlich, es müsste die Konsequenz sein.
00:06:01: Ob ich diesem Bedürfnis entgegenkommen kann oder stillen kann?
00:06:04: Du Markus, wenn wir Auto fahren, dann kritisieren wir uns oft gegenseitig.
00:06:09: Zu Recht!
00:06:11: Wenn du fährst ... Dann sag ich mal, Mann jetzt fahr doch nicht so schnell oder jetzt fahre noch nicht so wild oder fahr nicht so dicht auf oder sowas.
00:06:20: was ist mein Bedürfenis dahinter?
00:06:21: Was denkst du?
00:06:23: Wahrscheinlich Sicherheit.
00:06:24: Du siehst uns schon Mit einem zerbeuten Auto und im Krankenhaus liegen usw.
00:06:30: Es kann ja so schnell was passieren, da ist natürlich auch was dran.
00:06:36: Außerdem bin ich da schon viel besser geworden als ein Braverfahrer.
00:06:41: Total!
00:06:42: So viele findest du gar nicht?
00:06:43: Ja, du kommst mal in Bedürfnis entgegen.
00:06:46: Andersrum ... Wenn ich fahre und früher hast du dann immer gesagt, jetzt schalt doch.
00:06:52: oder jetzt mach schon mal ein bisschen schneller.
00:06:56: Oder sowas.
00:06:56: waren dein Bedürfnis dahinter?
00:06:58: Also beim Schalten war mein Bedürfenes gepfleglich mit dem Auto um wenn man da den Motor zu hoch dreht das tut ihm einfach nicht so gut und es ist unnötig und das verbraucht viel Energie.
00:07:10: Ja, beim anderen auch denke ich.
00:07:12: Ich reg mich ja manchmal auf über Leute die sechzig fahren, wo man hundert fahren darf.
00:07:16: Wandelnde
00:07:17: Verkehrshinder.
00:07:18: Da ist mein Bedürfnis voranzukommen und pünktlich zu sein.
00:07:22: Und so darüber haben wir ... Über meine Pündigkeitsbedürfnisse haben wir schon an anderer Stelle gesprochen.
00:07:27: Das kann dann aber wirklich in einer blöden Kritik rüberkommen.
00:07:30: das stimmt schon
00:07:31: Vollbekloppt, da kritisieren wir uns gegenseitig beim Auto fahren für unsere Fahrstelle und eigentlich steckt dahinter was ganz anderes.
00:07:40: Na ja, also was passiert denn da eigentlich?
00:07:43: Also wenn man sich's recht überlegt, dann ist es gar nicht so eine Boßheit oder Boshaftigkeit.
00:07:49: Sondern es steckt etwas ganz anderes dahinter.
00:07:52: und wenn wir richtig schlau sind und für die Beziehung denken, dann würden wir dahinter schauen und überlegen, was läuft hier eigentlich gerade in mir ab?
00:08:00: Was passiert in mir, die ich kritisiere?
00:08:03: Was geht Ihnen eben vor der Kritisiert
00:08:05: wird?".
00:08:06: Und das kann dann zu einer Wechselwirkung werden.
00:08:09: Wir nennen das mal den Verfolger distanzierer Tango, also man tanzt miteinander aber man macht es so ein bisschen gegeneinander.
00:08:19: als wenn wir jetzt einen Beispiel haben wie Bedürfnis, haben ja gerade gesagt hinter Kritik Nurgle-Meckern steckt oft ein Bedürfenes und das bedürfnes lautet, ah es wäre so schön wenn wir am Wochenende miteinander Zeit hätten.
00:08:34: Das ist ja mal ganz milde, ein ausgedrückter Wunsch.
00:08:38: Wenn ich jetzt darauf nicht reagiere vielleicht nicht hinhöre gar nicht drauf eingehe dann könnte es passieren dass du was sagst?
00:08:47: Naja dann würde ich mich vielleicht irgendwann aufregen und ich habe schon so ein Bild von einem schönen Wochenende im Kopf und merke da kommt gar nichts von dir und wird dann irgendwann sagen hey warum plans du nie was für uns ein?
00:08:58: warum muss ich mich um Solche Sachen kümmern?
00:09:01: wir nicht in der verantwortlichen für unsere gute gemeinsame Zeit.
00:09:04: Stimmt da irgendwas?
00:09:05: Nein,
00:09:05: das fühle ich mich schon ein bisschen angepickst und denk schon Boah!
00:09:11: Also vielleicht verfahl ich ihn schweigen oder eher maure so ein bisschen wende mich so ein bißchen ab.
00:09:17: Vielleicht sage ich auch schon irgendwas kritisches dagegen.
00:09:20: Und kannst du noch mehr eskalieren?
00:09:21: Natürlich kann ich dann sagen okay jetzt könnten wir darüber reden Du reagierst gar nicht.
00:09:26: Dir ist unsere Beziehung doch völlig egal.
00:09:29: Natürlich ist sie mir nicht egal, aber ihr merkt ... so kann man eskalieren miteinander.
00:09:37: So kann man das hochschrauben und der Verfolger wird immer mehr verfolgen, je mehr der andere sich zurückzieht oder blockiert.
00:09:46: mauert und sagt, ich gehe da gar nicht drauf ein.
00:09:50: Und das ist eben was oft passiert, weil sich der, der kritisiert wird, extrem angegriffen fühlt und denkt, boah so muss du mir aber gar nicht kommen mit nie und immer und du hast keinen Interesse an uns.
00:10:04: und sonst was?
00:10:05: Ich höre dann die Kritik, die macht mir Angst.
00:10:08: Da fühlte ich mich bedroht wenn du mich so angreifst.
00:10:12: Wenn du einen Wunsch aus das geht noch, vielleicht habe ich den einfach überhört.
00:10:16: Aber wenn du dann so auftrehst, wird es für mich immer gefährlicher.
00:10:19: Da muss ich eigentlich in Deckung gehen.
00:10:21: und dann haben wir genau das Gegenteil von dem erreicht was wir eigentlich wollten.
00:10:25: weil eigentlich wolltest Du Verbindung!
00:10:26: Du wolltest eine gute Zeit mit mir Und jetzt haben wir den Salat.
00:10:30: Jetzt streiten wir so richtig.
00:10:32: So sieht's aus.
00:10:33: Das ist schon an sich ne blöde Dynamik und auch ne Gefährliche.
00:10:38: Die kann aber auch noch beschleunigt werden.
00:10:41: Das sprechen wir von Brandbeschleunigern und das ist für unsere Zeit eigentlich so, dass ganz typische gestresste Leute die viel auf der To-do Liste haben, das was man mental load nennt.
00:10:56: und da geht es dann halt auch immer darum wer denkt an was?
00:11:01: Und da will man auch Sachen loswerden dass man selber nicht dran denken muss und man meint man hat delegiert aber das hat dann irgendwie doch nicht geklappt.
00:11:09: stichwort steuererklärung.
00:11:11: Und dann wird es wie so ein wie sagt man wie management tool also nörgeln als klare auftrag.
00:11:19: du hast deinen job noch nicht erledigt.
00:11:22: Gibt's bei euch in eurer Beziehung jemand, der sowas ist wie das CEO in eurem Betrieb?
00:11:27: oder wieder Chef?
00:11:29: Oder wie die Mutti dies sagen hat.
00:11:31: Gibt es das bei euch?
00:11:33: Bei uns gab es eine ganze Weile über Jahre, weil ich hab hier die Mental Load im Haushalt mit unseren Kindern eindeutig mehr getragen.
00:11:42: Also du eher für das Größere ... also unsere Finanzen im Blick zu haben und das Geld verdienen und so.
00:11:48: Aber ich habe alles was mit dem organisatorischen, mit dem was im Kühlschrank ist und welcher Termin wann eingehalten werden muss ganz viel zu tun gehabt.
00:11:57: Und da hab ich tatsächlich ganz oft so rausgehauen.
00:12:01: Mensch hast du's noch nicht gemacht!
00:12:02: Das musst du unbedingt machen.
00:12:04: Wenn es in einer entsprechenden auch kritisierenden Schärfe kommt, dann war das für Markus schon manchmal so, dass er echt sich zurückgezogen hat oder auch, dass es ihn so genervt hat und gedacht hat also lass ich nicht mit ihm reden.
00:12:17: Genau!
00:12:18: Und da sind ja noch diese Erinnerungen an... Autoritäten ans Elternhaus.
00:12:23: Also, wenn du erwachsen bist, willst du dir ungern was sagen lassen?
00:12:28: Ich glaub das bei vielen so vielleicht nicht bei allen aber bei vielen dass sie sagen ich habe auf meine Eltern gehört, ich hab mal eine Lehre gehört da waren so viele Autorität und ich war noch beim Bund.
00:12:38: dann musste ich auch auf irgendwelche Vorgesetzten hören.
00:12:40: Und jetzt übernimmt auch der Ehepartner diese Autoritet uns sagt was ich zu tun habe ja da kommt natürlich Widerstand auf.
00:12:48: Ja Und wenn du halt so ... im Schuss bist und dich verantwortlich fühlst, dann kommt dieses Muster sehr schnell.
00:12:59: Und da sagen wir dir einfach, guck mal, achte mal drauf!
00:13:04: Wie viel bist du am Kritisieren den ganzen Tag?
00:13:07: Wie viele freundliche Bitten äußerst du und wünsche?
00:13:11: oder wie oft ist das so?
00:13:13: ein Befehlston, den der andere schon fast als Kritik empfinden lässt, ne?
00:13:17: Also, ich find auch, dass da tatsächlich die nonverbale Kommunikation eine Riesenrolle spielt.
00:13:23: Ich hab das manchmal bei dir erlebt, dass du mich dann so streng angeguckt hast und dann hab ich immer schon gedacht, Hilfe!
00:13:29: Wow!
00:13:29: Das will ich eigentlich nicht, dass ... Da fühl ich mich gar nicht geliebt... Und
00:13:34: ich hab's bei dir erlebt, dass Du den Zeigefinger erhoben hast und das kann ich bis heute
00:13:40: nicht sehen?
00:13:42: Das kannst
00:13:42: du gar nicht leiden,
00:13:43: ne?!
00:13:43: Kannst du gar
00:13:44: nichts leiden?
00:13:44: Genau.
00:13:45: Okay, das sind jetzt diese Dynamiken die wir beschrieben haben.
00:13:50: Es gibt aber auch Aspekte, die übersieht man leicht weil sie jetzt in gewisser Weise auch seltener sind, aber doch relevant.
00:13:57: da muss ich jetzt wieder die Expertin für Psychophragen einschalten was gibt's denn da?
00:14:03: Ja dann würde ich das Thema Neurotdivergenz nennen.
00:14:07: und zwar gibt
00:14:08: es Menschen
00:14:10: Besonderheit haben in ihrer Persönlichkeit, in ihre Hirnstruktur ... dass sie in manchen ... Dinge nicht so funktionieren wie andere, die eben nicht diese Neurodivergenz haben.
00:14:23: Zum Beispiel hochsensible Menschen sind besonders empfindlich auf ... Also sie nehmen ganz viel wahr auch so Schwingungen wenn Sie in den Raum kommen aber die sind auch nicht so belastbar.
00:14:36: Die brauchen vielleicht auch den Rückzug und die Braunzeit für sich können vielleicht nicht so viele Aufgaben auf einmal bewältigen, weil sie es einfach überflutet.
00:14:48: Wenn du mit so jemandem verheiratet bist und kritisierst das dann womöglich?
00:14:53: Du ziehst die immer zurück.
00:14:55: oder jetzt mach halt mal wieder was mit mir oder jetzt mache halt das und das und dass.
00:14:59: Dann kann es sein, dass das den total überflutet Total fertig macht, weil er einfach nicht anders kann.
00:15:07: Und gerade auch Menschen mit ADHS habe ich gesehen.
00:15:10: für die ist es wirklich total schwierig bestimmte Aufgaben strukturiert zu erfüllen.
00:15:18: Die brauchen ganz viel Struktur, die sind oft ... Ganz besonders begabte und ganz besonders kostbare Menschen, aber solche die halt so von der Struktur her wo eigentlich diese Kritik so richtig gemein ist weil es eigentlich auf eine biologische Hürde bei ihnen entsteht.
00:15:36: Wenn ich dich jetzt die ganze Zeit kritisieren würde dafür dass du zum Beispiel dein Zeug rumlegen lässt Werdest bei dir, weil du kein ADHS hast, wär das vielleicht noch okay.
00:15:48: Wobei es ständig kritisieren ist nie in Ordnung.
00:15:51: Aber das durfte ich anmahnen ... aber jemand, der halt das gar nicht so kann, der Ordnung nicht halten kann.
00:15:57: Weil er einfach da wie eine innere Blockade hat oder das hart erarbeiten muss.
00:16:02: Der kann das natürlich lernen.
00:16:04: Da müsst ihr kooperieren und dürft nicht gegeneinander arbeiten.
00:16:07: Das ist ganz eindeutig!
00:16:09: Und ... Ich weiß, das bringt auch Paare tatsächlich an die Grenze ihrer Belastbarkeit.
00:16:14: Es ist zum Teil wirklich schwierig sowohl für den, der mit dieser Neurodivagent ausgestattet ist als auch für den der Papner von so jemandem ist.
00:16:25: Ist sicher eine Minderheit?
00:16:26: Wollen wir jetzt nicht zum grüßen Problem erklären
00:16:29: ... Aber gar nicht so wenige machen was.
00:16:30: Aber es sind nicht so Wenige und von daher muss man auch so etwas mal in Betracht ziehen.
00:16:34: was interessant ist, dass wir ja in Social-Mediazeiten leben und da gibt es dann noch ganz andere Formen die als Nurglingmeckern kritisieren aufgefasst werden.
00:16:46: Das ist sowieso alles brutalst gefährlich wenn man nur ein paar Sachen eintippt in der Hoffnung das es richtig verstanden wird.
00:16:53: Ein Freund von mir hat vor vielen Jahren mal gesagt er ging's noch um E-Mails.
00:16:56: Da gings noch gar nicht um WhatsApp und Co.. Der hat gesagt wichtige Sachen nie per E-mail Begründung.
00:17:05: Du hast den Tonfall nicht dabei, Sätze können missverstanden werden.
00:17:10: Können die Leute einen falschen Hals kriegen?
00:17:12: Bei mir ist es heute noch so.
00:17:13: bei wichtigen Sachen mache ich sehr ungern per E-Mail und lese die Sachen fünfmal durch und versuche noch zu glätten wenn man nur im Ansatz was falsch verstehen könnte.
00:17:23: uns geht immer noch genug schief.
00:17:25: aber Heute wo man so schnell die Sachen reinrotzt ins in Social Media, WhatsApp und Messenger.
00:17:33: Da kann echt ganz schön viel schiefgehen!
00:17:36: Und dann wird vielleicht ein Satz der gar nicht böse Gemeinde ist auch schon als Kritik verstanden...
00:17:41: Ja, das hab ich schon oft gedacht.
00:17:43: Wenn ich so eine Mail verschickt habe, hab ich hinterher gedacht, war die jetzt höflich genug?
00:17:48: Oder wenn ich eine Rechnung per E-Mail verschick, denke ich hoffentlich ... versteht es da andere, dass ich nur einen neutralen Satz schreibe und nicht noch irgendwas Liebes dazu, aber es wird mich natürlich komplett überfordern für so einfach jedem noch extra irgendwie was dazuzuschreiben.
00:18:04: Aber genau wir verstehen das falsch weil wir das die Schwingungen dabei nicht wahrnehmen weil wir eigentlich da keine Liebe und Wertschätzung und Freundlichkeit mit transportiert kriegen.
00:18:16: Bei den Messenger-Nachrichten ist es ein bisschen einfacher, da kann man noch Smilies wobei die kann man in E-Mails auch reinbringen.
00:18:24: aber ich habe das tatsächlich neulich wieder mal erlebt von einer Frau, die gesagt hat Boah ihr ist es echt wichtig dass ihr Mann einen Smiley dazu setzt sonst fühlt sie sich nicht geliebt.
00:18:35: Ja überleg mal denn Unterschied du schickst mir eine Botschaft Müll schon rausgebracht Und du schickst mir eine Botschaft, Milch und rausgebracht.
00:18:43: Smiley oder Zwintersmiley?
00:18:45: Oder was auch immer!
00:18:46: Es wäre schon ein Riesenunterschied weil der Smiley würde so ein bisschen den Druck rausnehmen und würde dann eher sagen Komm das kriegt man miteinander hin oder ist noch dieser kleine Schritt und das andere ohne irgendwas?
00:18:59: dazu wäre so ein bißchen ne Kühle Mahnung, die ich auch dann einen falschen Hals kriegen könnte.
00:19:05: Aber wir raten ja gar nicht dazu, solche Dinge über Messenger zu machen.
00:19:10: Wir wollen nur deutlich machen, wie viele Gefahren da lauern.
00:19:13: und das hat man gar nicht so im Bewusstsein, wenn man denkt, ich hab doch gar nichts gemacht, hab nur kurz geschrieben ... aber diese Art von Kommunikation ist halt nicht vollständig.
00:19:22: Mhm.
00:19:22: Okay, genau.
00:19:24: Auch da kann man sich quasi kritisiert fühlen oder wie Nerven vom anderen wahrnehmen ... Obwohl es gar nicht so gemeint ist.
00:19:34: Dann lass uns hinübergehen, damit wir jetzt nicht nur Probleme beschreiben sondern auch Lösungen anbieten.
00:19:41: Lass uns eine Toolbox packen wie wir aus diesem Kritikmodus rauskommen und einfach besser miteinander kommunizieren das es schöner wird.
00:19:52: miteinander.
00:19:53: Ja, also wenn du jetzt der bist, der zum Kritisieren neigt.
00:19:57: Also so ein kritischer... Also
00:19:59: rein theoretisch
00:20:00: natürlich!
00:20:01: Einer, der merkt Mensch ich kritisiere doch relativ viel.
00:20:05: Dann erstens überleg mal wo kommt das eigentlich her?
00:20:10: Vielleicht bist du tatsächlich jemanden, der immer Recht haben muss.
00:20:14: dann darf sie da in dich gehen und überlegen Ist es eine Beziehung auf Augenhöhe, die ich lebe?
00:20:19: Oder muss ich immer ein bisschen oben stehen und hier den großen Makerspielen oder die Mackerin.
00:20:25: Und du kannst auch überlegen ... Wie war das bei mir zu Hause?
00:20:30: Wurde da vielleicht auch die ganze Zeit kritisiert und genörgelt?
00:20:34: Möchte ich das auch mit meinem Partner machen?
00:20:36: Oder möchte ich das durchbrechen und wir leben was anderes?
00:20:39: ja hoffentlich.
00:20:40: Weil wahrscheinlich weißt du dann, die Stimmung zu Hause war überhaupt nicht schön oder?
00:20:45: Also ... Das möcht ich so nicht!
00:20:47: Und dann halt doch mal inne und frag dich, was ist eigentlich mein Punkt?
00:20:53: Was brauche ich gerade wirklich wenn ich zum Beispiel raus hau?
00:20:56: Was hast du das jetzt immer noch nie
00:20:58: gemacht?!
00:20:59: Ja, dann ist es
00:21:00: z.B.,
00:21:00: ich brauch deine Hilfe Oder ich brauche, dass ich mich auf dich verlassen kann.
00:21:06: Ich brauch Sicherheit oder jetzt eine Umarmung oder eine Anerkennung von dir oder was auch immer und dann versuch doch das zu sagen statt den anderen zu kritisieren.
00:21:18: Du, ich würde mir jetzt so wünschen, von dir Unterstützung zu kriegen.
00:21:22: Kannst du mir bitte helfen?
00:21:24: Okay aber formuliert es doch noch ein bisschen konkreter für unser Beispiel mit der Steuererklärung Was könnte das Bedürfnis sein und was könnte man stattdessen sagen?
00:21:36: Ja, also mein Bedürfnis ist ... ich weiß.
00:21:39: Ende Juli ist die Det- ... Also wir haben sie jetzt dann so gut wie fertig oder sie ist fertig.
00:21:44: aber tatsächlich Ende Julis ist die Deadline und es macht mir Druck!
00:21:49: Ich möchte keine Strafrechnung zahlen müssen oder keine Mahnung kriegen vom Finanzamt.
00:21:57: Ich möcht dass wir unsere Sachen pünktlich erledigt haben Und ich möcht mich da auf dich verlassen können Teamarbeiten, auch deiner Unterstützung nach Kooperation.
00:22:09: Und auch im Bedürfnis, dass ich das einfach loslassen darf und mich auf dich verlassen kann.
00:22:15: Dass ich da jetzt nicht dauernd noch mal nachhaken
00:22:17: muss.".
00:22:18: Das hab' ich verstanden?
00:22:19: Und was sagst du mir
00:22:20: jetzt?".
00:22:21: Und jetzt sage ich ... Markus, hast du die Steuererklärung jetzt abgegeben?
00:22:25: Ich bin dran!
00:22:27: Okay... Du schatz', es wär mehr so wichtig, dass wir das pünktlich
00:22:32: hinkriegen!".
00:22:33: Kann ich mich da auf dich verlassen?
00:22:36: Ich bin dran.
00:22:38: Willst du was anderes hören?
00:22:39: Ja, ich will schon etwas anderes hören!
00:22:41: Ihr seht wir machen das hier jetzt sehr spontan weil du das dahinter liegende Bedürfnis glaube ich noch nicht gut artikuliert hast.
00:22:49: es muss mich ja auch irgendwo erreichen dass ich denke okay die geht mir jetzt nicht nur auf den Keks mit ihrer ewigen Mahnung sondern hat da was berechtigt ist oder was sich zumindest ernst nehmen muss was dahinter steckt.
00:23:01: Markus, ich hab so ein Bedürfnis nach deiner Unterstützung an der Stelle.
00:23:06: Oder dass sie mich auf dich verlassen kann?
00:23:09: Dass wir da als Team gut zusammenarbeiten.
00:23:13: darf ich mich darauf verlassen, dass du das diese Woche fertig machst.
00:23:16: Heute Abend noch heute Abend noch.
00:23:19: Das ist es angekommen!
00:23:22: Okay dann haben wir ja einen eine Art von Formulierungen, die eigentlich auf die rote Liste gehören.
00:23:29: Nämlich du tust immer!
00:23:31: Du tust nie diese Pauschalisierungen.
00:23:33: oder zum Du-Monsterwürst.
00:23:35: und wenn man sagt du, du,du,du... Und die gute Kommunikation ist die Ich-Kommunikation Die ich Botschaft haben wir im Podcast auch schon ein paar Episoden darüber gesprochen weil man über seine Gefühle, seine Situation spricht und das ist erstmal nicht angreifbar.
00:23:51: Wenn ich sage du machst es nie dann ist der andere in der Verteidigungsposition und sagt, stimmt doch überhaupt nicht.
00:23:56: Wenn man sagt du wie du es gerade super gemacht hast ich fühle mich da unsicher weil das ist unser gemeinsames Projekt.
00:24:05: wir haben jetzt so ausgemacht dass du dich um die Steuer erklären kümmerst und jetzt bin ich ein bisschen unsicher ob du das noch zeitlich genug hin kriegst.
00:24:13: da kann man jetzt auch umgekehrt sagen vielleicht bietet man sogar noch Unterstützung an aber auf jeden Fall geht es nicht als Angriff, sondern man erklärt sich selber.
00:24:22: Und das für die Kommunikation tausendmal besser als das angriffige.
00:24:27: Ja und was wir auch schon gemerkt haben also diesen emotionalen Druck den ich mit meiner Immer wieder nirkelei oder Anmahnerei mach, den kann der Markus überhaupt nicht leiden.
00:24:42: Der kann das gar nicht leiten.
00:24:43: wenn ich jetzt dreimal diese Woche frag und hast endlich die Steuererklärung gemacht?
00:24:48: Das nervt ihn.
00:24:49: da fühlt er sich bedrängt und unter Druck gesetzt.
00:24:52: Und er hat mal zu mir gesagt du schreib mir einfach einen Zettel und leg ihn mehr auf ein Schreibtisch.
00:24:57: Das mache ich jetzt manchmal tatsächlich.
00:24:59: Ich gebe ihm das als Zettel.
00:25:00: oder jetzt sagst du auch manchmal, schick mir eine Signalbotschaft oder eine WhatsApp und das ist für ihn also in Ordnung.
00:25:07: so ausgemachter.
00:25:08: darf ich dann auch wirklich einfach neutral oder nüchtern, das so schreiben?
00:25:12: und dann hat er es und legt sich's wohin Und dann ist es tatsächlich, dann wird er sich drum kümmern und da darf ich mich drauf verlassen.
00:25:20: Meistens sagen wir meistens auch solche Botschaften können untergehen aber ... Kann
00:25:25: untergehen natürlich!
00:25:26: Aber
00:25:28: ich find's total nett von dir dass du mir gesagt hast ja Ich versteh das, dass du meine Unterstützung an manchen Stellen brauchst oder dass du dir das wünschst, dass wir zusammenarbeiten und wenns Aufgaben gibt die der wichtig sind, dann sag sie mir Wirklich jetzt auch schon Paare erlebt, die gesagt haben wir schreiben uns einfach unsere Tudus auf irgendein Board.
00:25:48: Dass wir irgendwo hinhängen und da kann man vielleicht sogar Prioritäten noch markieren das wäre jetzt ganz wichtig.
00:25:57: Und wer übernimmt welche Aufgabe?
00:25:59: so könnte er einfach Im Alltag euch also selbst Lösungen finden die euch des kritisieren ersparen.
00:26:08: ja Jetzt haben wir Die Toolbox.
00:26:12: wird die Person gesprochen, die kritisiert.
00:26:14: Dass sie sich da vielleicht auch mäßigt oder andere Methoden auswählt.
00:26:20: Oder über sich selbst reflektiert, warum bin ich gerade so nörgelig meckrig drauf?
00:26:25: Was kann denn die Person tun, die ständig dieser Kritik ausgesetzt ist?
00:26:30: Also in dem Gefühl lebt, ich kann nichts recht machen und... Ich höre eigentlich nur negativ Botschaften, dass ich die Erwartungen nicht erfülle.
00:26:38: Wie kann die Person damit umgehen?
00:26:40: Wenn du dir bewusst machst, dass möglicherweise das Kritisieren des anderen einen Wunsch nach etwas ist.
00:26:49: Nach Nähe!
00:26:50: Nach Beziehung!
00:26:52: Nach Unterstützung!
00:26:53: Nach Sicherheit... Also, schau unter den Eisberg.
00:26:58: Schau was dahintersteckt.
00:27:00: Wenn du dir das bewusst machst, dann ist vielleicht die Kritik nicht mehr so bedrohlich und dann kannst du dem anderen entgegenkommen und sagen ich seh ... Du fühlst dich wohl nicht geliebt oder du kannst auch nachfragen.
00:27:12: Sag mir erzählen wir, was ist eigentlich dein Bedürfnis hinter dem, dass du mich jetzt gerade angreifst?
00:27:18: Man braucht schon Mode und es braucht, dass ein paar gut miteinander unterwegs sind.
00:27:22: aber Auch dem anderen sagen du deine Kritik, die trifft mich jetzt grad voll.
00:27:29: Aber sag mir mal was willst du mehr eigentlich sagen?
00:27:32: Ja!
00:27:33: Also wie du hast ja auch gerade nachgebohrt und hast gesagt ja aber sagt mir das wirklich was willst Du von mir was ist dahinter Und dass der andere das auch wirklich artikulieren muss?
00:27:44: vielleicht auch Manchmal muss ich da auch selbst in mich hineinhorchen und noch mal tiefer hören.
00:27:50: Ja, was will ich eigentlich?
00:27:51: Was brauche ich
00:27:52: eigentlich?".
00:27:53: Aber das ist auch gut, wenn ich kritisiert wurde von dir ... dass sich nicht gleich in den Rückzug ... Mir macht Kritik echt oft ganz schön viel aus!
00:28:04: Und dann gehe ich auch erst mal in den gekränkten Rückzug.
00:28:07: aber, dass ich überlege ja wo ist denn dein Punkt?
00:28:10: Wo ist es berechtigte daran?
00:28:12: Wo hast du vielleicht auch ... Ja, wo muss ich auch wirklich an meinem Verhalten was ändern?
00:28:21: Im Laufe der Jahrzehnte kommt man dann auch an den Punkt dass man sagt okay.
00:28:26: Ich weiß das er oder sie auf dieses Thema besonders allergisch reagiert und kann sozusagen der Welle zu vorkommen proaktiv sein.
00:28:37: Für uns war das eine Thema die Küche, über um die ich mich Jahrzehnte gar nicht gekümmert hatte und es war meiner Frau immer wichtig dass die Kühe ordentlich ist.
00:28:48: Die konnte abends nicht ins Bett gehen wenn sie in der Küche ausgesehen hat wie Sau hat mir überhaupt nichts ausgemacht.
00:28:54: ja wenn die frau nicht kommt das macht mir dann doch was aus.
00:28:57: Und da habe ich zum Beispiel gelernt, okay auch wenn ich jetzt keine Lust hab sie ist auf dem Termin.
00:29:03: Die Küche sieht nicht toll aus aber ich kann dann noch zwei drei Sachen machen.
00:29:07: das mache ich dann auch und ich weiß Sie kommt dann nicht heim und kritisiert sondern sie kommt heim es sieht dass da ein paar Sachen immer noch nicht gemacht sind.
00:29:15: die macht sich dann schnell selber Aber ein paar Sachen sind auch beiseite geschafft und es tut dir gut.
00:29:21: Und solche Beispiele habt ihr ja auch, da lernt ihr auch wie er deeskaliert bevor sie überhaupt zur Eskalation kommen kann.
00:29:28: also vor die Welle gehen und damit auch dieser möglichen Kritik wenn sie berechtigt ist die Grundlage zu entziehen.
00:29:36: So und dann kann's auch noch sein dass dein Partner wirklich Ähm, so viel am Motzen ist.
00:29:42: Weil er wirklich vielleicht gerade auf Krawal gebürstet ist oder du wirklich das Gefühl hast ... Also, wenn man lässt der eigentlich an mir noch ein gutes Haar, was kannst du dann machen?
00:29:53: Dann kannst du respektvoll aber klar sagen, ich möchte nicht, dass du so mit mir redest!
00:30:00: Du magst vielleicht einen Punkt haben, wo du was an mir bestimmt.
00:30:04: Ich bin nicht perfekt und vielleicht habe ich ein Fehler gemacht aber so verletzend möchte ich nicht mit mehr reden lassen.
00:30:10: Dann bemühte ich bitte die Kritik anständig vorzubringen.
00:30:15: Ja, jetzt haben wir ja auch schon mehrfach betont.
00:30:18: Auch in anderen Episoden dass man so die Möglichkeit haben sollte die Stopptaste zu drücken.
00:30:22: wenn es also eskaliert das man dann sagt so können wir jetzt gerade nicht miteinander reden stopp und dann geht man nach auseinander.
00:30:31: wichtig ist nur dass man dann auch irgendwann wieder zusammen kommt innerhalb von ein paar Stunden und die Sache wirklich angeht denn Für manche ist aufgeschoben, danach aufgehoben und das funktioniert nicht.
00:30:43: Das sind dann Konflikte.
00:30:44: die ballen sich im Laufe längerer Zeit und die kommen dann wie ein Vulkan raus.
00:30:49: also das ist keine Lösung.
00:30:51: es ist punktuelle Lösung damit jetzt nicht größere Verletzungen erscheinen.
00:30:56: aber dann muss es auch ein klärendes Gespräch geben
00:31:00: Und das kann man eben als Paar miteinander lernen und miteinander vereinbaren.
00:31:04: Und ihr wisst es ganz genau, wer von euch ist der Kritisierende?
00:31:08: Und wer ist der, der immer einstecken muss oder sich dabei auch verletzt fühlt?
00:31:13: Und das auf den Tisch zu legen, zu sagen wir finden jetzt einen Weg wie wir da besser mit umgehen.
00:31:18: Wir sagen einander dann auch mal Stopp!
00:31:21: Und wir sagen einandert du?
00:31:22: Das verletzen mich echt und ich möchte mich von dir so nicht verletzten lassen.
00:31:26: Es darf so nicht
00:31:28: Gut!
00:31:29: Wir fassen zusammen, denn wir nähern uns schon dem Ende dieser Episode.
00:31:34: Also der erste Punkt, der für uns wichtig ist diese Dauerkritik muss nicht so böse gemeint sein wie sie sich anhört.
00:31:43: Sie kann auch ein ungeschickter Hilferufs sein.
00:31:47: Nicht wirklich in Angriff sondern sie mich, sie meine Bedürfnisse kommen und bedürfnissen entgegen.
00:31:53: Und das einfach was anderes als hier werde ich nur attackiert.
00:31:58: Das ist zumindest in unserer Generation, glaube ich, oft der Hilferuf der Frauen gewesen die gesagt haben Mensch sieh doch dass sich deine Unterstützung in Familie und haushalten möchte und lass mich ja nicht so hängen.
00:32:11: So was.
00:32:12: Und dann das weitere ist, da kritisierte kein passives Opfer sondern sein Rückzug ist auch eine aktive Aktion.
00:32:25: Wenn ich mich jetzt zurückziehe, wenn du was anmanst und Kritik bringst, dann ist das möglicherweise passiv-aggressiv.
00:32:34: Das macht dir auch etwas aus, wenn ich mich vor dir zurückzieh.
00:32:39: Dass du das Gefühl hast ... Jetzt ist der andere nicht mehr greifbar.
00:32:41: Der geht auf meine Bedürfnisse gar nicht ein.
00:32:44: Also überleg dir, ob du ... nicht doch auf den anderen zugehen kannst und fragen, was ist dein Problem?
00:32:56: Und schließlich gibt es noch Feinde.
00:32:58: die sehen wir gar nicht.
00:32:59: Der wahre Feind ist nämlich oft ein unsichtbares System.
00:33:03: das ist der Mental Load, das ist das Stresses in die Lebensumstände, die gerade sehr herausfordernd sind können auch individuelle Sachen sein wie im Trauerfall in der Familie Dinge, die zum Thema Pflege zu klären sind.
00:33:15: ihr wisst es alle selber Und das beeinflusst die Art, wie ihr miteinander kommuniziert.
00:33:20: Obwohl es gar nichts mit euch beiden unmittelbar zu tun hat.
00:33:23: aber Druck von außen kann sich zwischen euch schieben und ist der gefährlichste Moment.
00:33:28: Es sollte eigentlich immer der Idealzustand sein Der sagt nicht zwischen uns sondern wir beide gemeinsam gegen das Problem.
00:33:37: Sehr schön!
00:33:39: Also jetzt könnt ihr euch überlegen, wo hat uns was angesprochen?
00:33:44: Wo finden wir uns als Paarbeziehung wieder und woran wollen wir in der kommenden Woche arbeiten?
00:33:52: Was wollen wir verändern damit unsere Beziehung harmonischer wird schöner oder die Kritik besser aufgefangen werden kann?
00:34:04: Wer mit Einem Dauernerkler verheiratet ist, hat es schwere Zeiten und das tut beiden nicht gut.
00:34:11: Insofern ist es auch einfach nicht die Lösung, dass man da nur gewährend ist, sondern wir müssen beide dran arbeiten.
00:34:18: Und wir hoffen, wir haben euch die Toolbox heute geöffnet und ein paar Dinge gesagt, die euch ermutigen, dass ihr wieder als Team unterwegs seid.
00:34:27: Dass ihr lernt gnädig zu sein beim Herz sich zu sein und euch auf den gemeinsamen weiteren Weg freut anstatt nur eure schärfsten Kritiker zu sein, die ihr eukenanderns Leben schwer macht.
00:34:40: Das ist keine Lösung?
00:34:41: Nee gar nicht!
00:34:42: Markus hast du ein Wow der Woche.
00:34:44: Heute habe ich was ganz anderes.
00:34:46: es ist ein neues Buch erschienen in den USA zum Thema Geschichte der Ehe und die Autorin Stefanie Coons hat darüber einen Artikel geschrieben auch also quasi die Essenz die Kurzwassung im liberalen Magazin The Atlantic.
00:35:04: Und sie spricht aber die Evolution der Ehe.
00:35:06: Sie sagt, wir haben die Ehe in den letzten Jahrzehnten völlig neu erfunden und darüber haben wir auch schon gesprochen.
00:35:12: Das ist nämlich echt interessant!
00:35:13: Früher war Ehe so etwas wie ein Zweckbündnis für wirtschaftliche Stabilität oder soziale Ordnung.
00:35:18: Heute ist sie der höchste Ausdruck unserer persönlichen Selbstverwirklichung geworden.
00:35:24: Da ist einfach was dran.
00:35:26: Ehe auch so einen Teil von Selbstoptimierung und was für sich rausholen... auch nicht zu böse gemeint ist, aber was ein ganz anderer Ansatz ist als... ...was die Leute im achtzehnten Jahrhundert noch für eine Bevorstellung oder im neunzehnte Jahrhunderte hatten.
00:35:41: So!
00:35:42: Und die Kehrseite daran das ist glaube ich vielen auch bewusst weil heute so viel von unserem Partnern erwartet wird.
00:35:47: also du bist die beste Freundin musst eine leidenschaftliche Liebhaberin sein und dann natürlich verständnisvolle Miteltern usw.
00:35:55: Ist ein riesiger Erwartungsdruck.
00:35:58: Das alles muss Ehe auf Füllenderd.
00:36:00: Druck war früher nicht so groß So.
00:36:02: und dann zeigt sie, deswegen finde ich das ist ein Wow.
00:36:05: Das Paare die heute wetterfest bleiben in ihrer Ehe, dass die das Paradoxon so lösen indem Sie die Ehe nicht als Ziel betrachten.
00:36:14: Ist schon ganz interessant.
00:36:15: der Gedanke wenn man sprachlich denkt wir sprechen ja vom sicheren Hafen der Ehe also eher so als Ankerplatz wenn du dort angekommen bist es auch keine Bewegung mehr sondern sie sagt begreift Beziehung als ein lebenslanges spannendes Forschungsprojekt.
00:36:34: Die Paare bleiben neugierig aufeinander, also die erfolgreichen, die hinterfragenfest gefahrene Rollenbilder sind bereits sich gegenseitig immer wieder neu zu entdecken.
00:36:43: und das scheint mir das WAU und auch die Lehre des Learning auf Neudeutsch sagt für unsere Zeit zu sein Ehe ist kein fertiges Produkt sondern dynamischer Prozess.
00:36:55: der Schlüssel liegt darin den anderen nicht abgehakt zu betrachten, sondern sich selbst und den Partner als Individuen zu sehen die wachsen dürfen.
00:37:05: Deshalb bleibt neugierig denn?
00:37:08: Ah ja da geht noch was!
00:37:11: Und bevor du meckerst wegen meiner Frisur ich geh morgen zum Friseuren.
00:37:30: the rhythm lighten in your load get moving.
00:37:34: don't miss the beat.
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